Kran kippte um – und die SWB?

Von , am Sonntag, 18. Juni 2017

Gestern um 18.30 h kehrte ich mit der Bahn aus einem Kurzurlaub an der Nordsee zurück, bemerkenswert störungsfrei. Ich lief durch die U-Bahn zur Haltestelle Thomas-Mann-Str. um dort einen Bus abzupassen. Dort erfuhr ich von dem umgekippten Baukran. Was für ein Glück, dass scheinbar keine Menschen dabei zuschaden gekommen sind. Und dass mein IC überhaupt in den Hauptbahnhof einfahren konnte, weil zügig an der Beseitigung der Unfallschäden gearbeitet wurde. Dafür ist allen hochgestressten Beteiligten herzlich zu danken.

Ich nahm an der Thomas-Mann-Str. die 62, die wendete, um wieder nach Beuel zu fahren, zunächst um am Friedensplatz Bargeld fürs Wochenende zu ziehen und dann dort einen passenden Bus abzupassen. Dort warteten bei schönstem Biergartenwetter hunderte Menschen auf alle Buslinien. Die Haltestellen-Displays zeigten an: großräumige Sperrung am Hbf., Umleitungen und Verspätungen. Sie zeigten allerdings auch an, dass in 1, 2 oder 6 Minuten dieser oder jener Bus komme. SWB-Mitarbeiter*innen, also richtige Menschen, waren nicht zu sehen, naja an so einem schönen Samstagabend kann man das nicht verlangen, dachte ich. Was nicht kam, war ein Bus. Ich habe kein Smartphone, aber die zahlreichen Menschen, die auf ihres starrten, machten keine Anstalten zu einem Ortswechsel. Aber ich.

Nach 20 Minuten nahm ich ein Taxi nach Beuel. In der Rheindorfer Straße sah ich dann meinen Bus vor uns herfahren. Er fuhr also, nur nicht vom Friedensplatz. Wäre schön gewesen, wenn man das erfahren hätte.

Sind die prinzipiell sehr praktischen Haltestellendisplays also nur eine Illusion? Können sie die Wirklichkeit nicht abbilden/mitteilen? Ist am Wochenende im Störfall niemand da, um sie umzuprogrammieren? Oder wurde es „nur“ vergessen, zur Freude der Taxifahrer*innen? War es Ausnahme oder Regel, dass sogar das verrufene Informationsmanagement der DB besser funktionierte, als das der SWB?
Das Bessere ist der Feind des Schlechten. Die Stadtwerke Bonn gehören uns allen. Es kann doch nicht so schwer sein.

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