Schlagwort-Archive: Chelsea

Ginter / Regionalliga-Zoff

Von , am Mittwoch, 5. Juli 2017

Ist Ginter Christensen? Wer kann das wissen? Max Eberl wäre bereit gewesen, 20 Mio. für die Bindung von Andreas Christensen an Abramowitschs Chelsea zu zahlen. Das das realistisch gerechnet war, ist daran zu erkennen, dass es Chelsea wichtiger war Christensen zurückzuholen, als das Gladbacher Geld einzustreichen. Nun also 17 Mio. an den BVB, im Erfolgsfall 20 Mio. D.h. Ginter ist billiger als Christensen, es sei denn er wird genauso gut, dann kostet er das Gleiche. Die WAZ kommentiert das durchaus angemessen: Barca will für einen 30-jährigen Innenverteidiger 70 Mio. investieren; die haben das nötig, seit Carlos Puyol aufgehört hat. Und wer bei Christian Streich in der Schule war, kann kein ganz schlechter Kerl sein.

RW-Essen-Präsi Welling hat einen Vorschlag gegen die Misere der Regionalliga (= 4. Liga) in die Debatte geworfen. 90% der Regionalliga West, in der sich der Bonner SC letzte Saison einen feinen Mittelplatz erobert hat, ist sauer. Zu Recht.

Guardiola 1:1, Mourinho 0:4, Favre 4:2 auswärts, ungeschlagen Nr. 1

Von , am Sonntag, 23. Oktober 2016

Und hier die guten Fußballnachrichten
Die Trainer haben die größeren Starrollen erkämpft. Ihr Gehälter sind oft höher, für sie werden auch schon Ablösesummen bezahlt, ihre Abfindungen nach Entlassungen bewegen sich in Sphären, die uns fremd sind. Nicht alle halte das aus und durch, siehe die Trainingsleitung der Betriebsmannschaft von Bayer.
Die teuerst bezahlten Stars, auch bei den Trainern, arbeiten in England. Wie bei den Spielern kommen nur noch wenige englische Fußballlehrer als Chefmanager in der Premier League zum Einsatz. Zum Glück können sie alle noch nicht zaubern. Und so gab Guardiolas Mannschaft heute zuhause Punkte gegen Southampton ab. Die Tabellenspitzze in England ist so eng wie selten, drei Mannschaften oben punktgleich, als hätte jemand Regie geführt.
Mourinho kackte mit ManU 0:4 bei seinem Exverein Chelsea ab, mit den Siegern muss man sich nicht freuen, aber Schadenfreude muss erlaubt sein.
Noch mehr mitfreuen können wir uns mit Lucien Favre. Trotz (oder wegen?) „Leistenverletzung“ von Mario Balotelli gewann sein OGC Nizza heute 4:2 in Metz, der 5. Ligasieg hintereinander. Selbst wenn die Millardärstruppe PSG heute Abend gegen Marseille gewinnen sollte, bleiben Nizza und Favre auf Platz 1. Gratulation! Eine Würdigung der bisherigen Arbeit Favres, offensichtlich geschrieben vor dem Sieg in Metz, hier in der Jungen Welt.

Nur gute Nachrichten aus der Regionalliga West: Mönchengladbach behält die Spitze nach einem 4:2 bei Alemannia Aachen. Der Bonner SC hatte endlich wieder ein Erfolgserlebnis: 3:1 bei Wiedenbrück (das ist da, wo Bertelsmann sitzt). Sogar RW Essen hat gewonnen, mit 5:1 beim Abstiegskandidaten Siegen, wo sich der BSC kürzlich noch so blamiert hatte. A propos: die Reportage von Christoph Biermann in der aktuellen Ausgabe von 11Freunde über die Lage des Ruhrgebietsfussballs abseits von BVB und SO4 ist großartig, und neben dem Interview mit Galdbach-Kapitän Lars Stindl ein Höhepunkt dieses Heftes (leider nicht online).
Ebenfalls empfehlenswert: Interview von Jürgen Becker mit „Jogi Löw“ in den WDR-Mitternachtsspitzen.

Fußballökonomie: Ruhrgebiet weit vor Düsseldorf

Von , am Donnerstag, 29. September 2016

Düsseldorf ist in seiner regionalen Umgebung, egal ob vom Norden/Ruhrgebiet oder vom Süden/Köln aus gesehen, wegen seiner mit Reichtum verbundenen Schnöselhaftigkeit verhasst. Landesregierungen und -politik in Düsseldorf, egal welcher Parteien, waren immer darauf bedacht, die beiden NRW-Metropolen Ruhr und Köln „nicht zu stark“ werden zu lassen.

Die NRW-Fußballökonomie hält nun für alle Düsseldorf-Hasser Tröstung bereit. Weiterlesen

Und morgen der Fußball-Brexit?

Von , am Mittwoch, 15. Juni 2016

Albanien hatte heute den Gastgeber Frankreich auf dem Silbertablett. Schon in der 1. Halbzeit hätten sie sie abschiessen und damit die Stimmung der Fußball-EM abtöten können. In dem Land, in dem die Regierung und ihre Bürokratie nichts mehr geregelt kriegen, in dem die herrschende Klasse sich so vom wahren Leben abschirmt, dass sie intellektuell absolut nichts mehr begreift Weiterlesen

Wes Geistes Kind ist die deutsche Russlandpolitik?

Von , am Dienstag, 5. August 2014

Diese Frage beantwortet sich u.U. bei genauerer Lektüre dieses Handelsblatt-Textes vom 30.7. von Jörg Hackhausen und Jan Mallien – keine Ahnung, ob man sich deren Namen noch merken muss.

Die Herren haben wohl die Hoffnung aufgegeben, dass das russische Volk sich Putins entledigt, weil es sich Meinungsumfragen zufolge insbesondere in der Ukraine-Krise eher hinter ihm als gegen ihn versammelt. Weiterlesen