Schlagwort-Archive: Ebbinghaus

Katzen, Eagles und spezifisch deutsche Kultur

Von , am Montag, 4. September 2017

Helmut Höge hat sich in meinem Gedächtnis als taz-Hausmeister festgesetzt. Tatsächlich ist er aber ein politisch-materialistisch geschulter Kolumnist, nicht nur bei der taz, sondern auch bei der Jungen Welt, der selbst kleinste Alltäglichkeiten in ihren gesellschaftlichen Zusammenhang zu stellen weiss. In der – angeblich – 38. Folge seiner Studien aus der Tierwelt, ist er nun beim publikumswirksamen Höhepunkt angelangt: den Katzen.

Die Eagles waren zu „ihrer“ Zeit hochumstritten. Die einen hassten sie als der Musikindustrie willfährige Weichspüler des Rock’n Roll, die andern liebten sie dafür. Heute sind sie Bestandteil des Formatradio-Mainstreams, und in ganz seltenen Momenten werden sie auch mal länger als 3 Minuten ausgespielt. Wie in den besten Familien, Unternehmen und politischen Organisationen hassten sie sich untereinander so heftig, dass sie es, wie Uwe Ebbinghaus/faz.net es fein beobachtet hat, in ihren Liedern und ihrer Bühnenperformance nicht verbergen konnten: „Lyin‘ eyes„.

Ein glänzender Essay zur Kenntlichmachung Alexander Gaulands und seiner „spezifisch deutschen Kultur“ ist Detlef zum Winkel auf telepolis gelungen,

Putin & Aleppo / Malaysia / Big Data / Big Democracy Or Money

Von , am Mittwoch, 21. Dezember 2016

Jürgen Gottschlich war ein schwerer Verlust für die taz, als er vor langer Zeit von Berlin ins entschieden interessantere Istanbul zog. Von dort versorgt er uns nun mit klugen Stategieanalysen, heute zum Dreiergipfel von Russland, Türkei und Iran.
Thomas Pany versucht einen interessenübergreifenden Überblick über die Aleppo-Nachrichtenlage, ein extrem seltener Versuch, den Telepolis da unternimmt. Danke!
Malaysia ist das Land mit einem viele Milliarden schweren Korruptionsskandal, in den zahlreiche weitere Länder verwickelt sind, zufällig stürzten zwei Verkehrsflugzeuge dieses Landes zeitlich nah beieinander ab, und die Hinterbliebenen der Opfer kämpfen verzweifelt gegen das Desinteresse zahlreicher Regierungen an einer Aufklärung. (FAZ)
Zur Big Data-Veröffentlichuung der schweizerischen „Magazin“ gibt FAZ-Autor Ebbinghaus einen Kurzüberblick über die Folgediskussion.
Harald Schumann, Tagesspiegel-Redakteur und wohl der kundigste globalisierungskritische Journalist unserer Republik, hat den Grünen bei der Böll-Stiftung die Leviten gelesen und nebenbei eine glänzende Analyse unserer aktuellen politischen Verfassung abgeliefert, mit einem verzweifelten Aufruf am Schluss. (Blätter) Ich habe keine Stelle entdeckt, die ich derzeit anders sehe. Und zu Schumanns Analyse passt, wie die Intendanten der öffentlich-rechtlichen Medien vor den privaten Verlegern die Waffen strecken und ihren verfassungsmässigen Auftrag verraten wollen. (Carta)