Schlagwort-Archive: Ministerpräsidentin

Amin

Von , am Donnerstag, 14. September 2017

von Doro Paß-Weingartz

Herbst 2015 – Hunderttausende Flüchtlinge sind auf dem Weg nach Europa. Viele wollen nach Deutschland. Täglich liefern die Medien Bilder von flüchtenden Menschen – und dann die Frage: Kann das klappen? Über Angela Merkels Antwort »Wir schaffen das!« bin ich froh. Ein so reiches Land wie Deutschland kann die Tische größer machen und kann Menschen aufnehmen. Die HelferInnen bei den Registrierungsstellen zeigen mit ihren Spenden, mit ihrer Unterstützung das freundliche Deutschland, das Land, das Menschen in Not willkommen heißt.
Doch was machen wir persönlich, was könnten wir tun, um einen kleinen Beitrag in dieser Situation zu leisten? Als ehemalige Politikerin sind mir die Sorgen der Kommune im Hinblick auf die Unterbringung der vielen neuen Menschen vertraut. Ganz besonders liegen mir die unbegleiteten jungen Flüchtlinge am Herzen. Wie können sie es schaffen, nach einer fast unmenschlichen Fluchtleistung hier inmitten einer fremden Umgebung so etwas wie Heimat zu finden?

Die Gedanken

Mein Mann und ich diskutieren. Bisher haben wir unser ehemaliges Kinderzimmer im Souterrain auf einer Vermietungsplattform angeboten. Gibt es jetzt nicht andere Prioritäten? Könnten wir nicht stattdessen einen jungen Menschen aufnehmen und ihm unsere Unterstützung anbieten? Andererseits – nach drei Kindern – und in vergleichsweise hohem Lebensalter: Schaffen wir das noch? Es gibt Berichte zuhauf über traumatisierte Jugendliche, die auch für ihre Helfer und Helferinnen zur Belastung werden.
Wir sprechen mit unseren Kindern. Die sind sofort begeistert und ermutigen uns, den Versuch zu wagen.
Wir entscheiden uns, diesen Schritt zu gehen und die Herausforderung anzunehmen, von der wir noch nicht wissen, wie sie aussieht…. Weiterlesen

Potsdam – so doof wie Berlin / Hombach

Von , am Dienstag, 11. April 2017

Wenn jemand was vom deutschen Geldadel versteht, dann die FAZ. Sie gehört ihm schliesslich. Sie hat nun in ihrer Sonntagsausgabe ihre Feuilleton-Edelfedern Niklas Maak und Claudius Seidl auf den (West-)Berliner Geldadel, der sich das Städtchen Potsdam als Schrebergarten eingesteckt hat, losgelassen. Mit diesen provinziellen Gartenzwergen lässt sich die Weltherrschaft wirklich nicht erobern – Jürgen Becker würde sagen: „Nix is so schläch‘, dattet nich für irgndwatt joot es“ – aber lesen Sie selbst.
Ob die Ossis das geahnt haben, als sie die SED stürzten?

A propos Geldadel: einer, der zeitlebens dessen Geld auszugeben wusste, ist Bodo Hombach. Es ist eine besonders explizite Bosheit unserer lokalen Monopolzeitung, ihm auf einer ganzen Seite Platz zum Ausbreiten zu geben. Mit der Ministerpräsidentin Kraft verbindet ihn eine besondere Intimfeindschhaft aus gemeinsamer Mülheimer Zeit. Selbst ich weiss, was damals eine Putzhilfe über ihn wusste, ist eben eine sehr kleine Stadt.