Schlagwort-Archive: Rüstungsindustrie

Neues aus der Welt der Geheimdienstverbrechen

Von , am Donnerstag, 12. Oktober 2017

Patrik Baab und Robert E. Harkavy haben ein Buch herausgegeben, das politische Zusammenhänge zwischen den Morden an Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby in den 80er Jahren sieht. Hier in einem Textauszug auf Telepolis und hier in einem besser lesbaren Interview mit den Nachdenkseiten stützen sie sich auf ein bisher nicht bekanntes Sitzungsprotokoll, das sie bei ihrer Recherchearbeit beschaffen konnten.
Ich kann das nicht fachlich bewerten, an einen „Selbstmord“ habe ich bei Barschel schon als damaliger Zeitgenosse nicht geglaubt. Einen Monat nach Barschels Tod wurde die Leiche des IG-Metall-Schatzmeisters Norbert Fischer, also des Finanzmannes der für die Rüstungsindustrie zuständigen Gewerkschaft, in Rosenheim auf den Bahngleisen gefunden. Es gibt kaum digitale Quellen aus dieser Zeit. Diese Spiegel-Meldung, die vermutlich mehr verdeckt und verkleidet als offenlegt, Weiterlesen

Europas Aufschwung durch Rüstung?

Von , am Samstag, 15. Juli 2017

Viele Hoffnungen knüpfen sich in Frankreich, in Deutschland und im übrigen Europa an die Amtszeit von Emmanuel Macron. Die ersten Reformen, die er angekündigt hat, setzen unterschiedliche Signale. Die Reform des Wahlrechts weg vom Mehrheitswahlrecht und die Reduzierung der Zahl der Parlamentarier lassen mehr demokratische Repräsentation und effizienteres Arbeiten des Parlaments erhoffen. Auch eine dadurch gestärkte Opposition kann der Kompromißfindung und damit eine Versöhnung des durch Populismus tief gespaltenen Landes mittelfristig erleichtern. Was aber nun Angela Merkel und Emmanuel Macron der Öffentlichkeit als erste gemeinsame ökonomische Europaprojekte vorgestellt haben, muss doch eher Kopfschütteln auslösen. Weiterlesen

Mehr Fluchtursachen schaffen / In Portugal bleibts spannend

Von , am Mittwoch, 21. Oktober 2015

In den Augen der Rüstungsindustrie gibt es immer noch viel zu wenig Flüchtlinge. Wenn man ihre Profite direkt an die Flüchtlinge verteilen würde, blieben wahrscheinlich keine mehr für Sachsen übrig. Hauptempfängerland Saudi-Arabien hat mittlerweile so viel ausgefressen und Menschenopfer zu verantworten, dass es ein klassisches Ziel für Wirtschaftssanktionen wäre.
Neben Rüstungsexport sind Freihandelsabkommen eine wesentliche Fluchtursache, weil sie Existenzgrundlagen von Kleinunternehmern und -bauern vernichten, hier am Beispiel Ghana beschrieben.

In Portugal bleibt es spannend. Wie werden Merkel, Schäuble, Oettinger dort wohl eingreifen, um das Schlimmste, eine demokratisch gewählte Regierung, zu verhindern?