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Wahl ’17: no hope – no win

Von , am Mittwoch, 30. August 2017

Wer keine Hoffnungen weckt, kann auch nicht gewinnen. Die Grünen könnten die ersten sein, die diese Erkenntnis bedroht. Der Bundeskanzlerin dient sie dagegen bei ihrer asymmetrischen Demobilisierung.

Die CDU/CSU wird am stärksten in den ältesten Wähler*innen*gruppen gewählt. Die sind Viele und empfinden das Wählen am ehesten als „Bürger*innen*pflicht“, ein gutes strategisches Fundament. Hinzu kommen die zahlreichen Frauen (= Mehrheit!), die sich die – vermutlich berechtigte – Hoffnung machen, Merkel werde auch weiterhin die verfeindeten Politikermänner um sich herum in Schach halten. Das beeindruckt nicht wenige Wählerinnen der SPD und Grünen so positiv, dass sie angesichts dessen, was diese Parteien derzeit bieten, geneigt sind überzulaufen.

Was bieten SPD und Grüne an: neben vielem anderen – Merkel. Sie „konkurrieren“ nicht nur um Stimmen, sondern auch darum, mit ebendieser Merkel und ihrer allseits bekannten Politik zu koalieren.

Was bietet die Linke an: Rechthaben.

Wenn Sie in diesem Szenario irgendetwas erkennen, was zu was anderem als CDU-wählen mobilisiert, dann rufen Sie bitte schnell die zuständigen Wahlkampfleitungen an. Weiterlesen

Jürgen Roth schreibt den Höhepunkt der spielfreien Tage

Von , am Freitag, 24. Juni 2016

Jürgen Roth lernte ich in den 90er Jahren in Erkenschwick kennen. Die damaligen linken Fußball-Fan-Initiativen tagten dort in einer Bildungsstätte der Falken. Dieter Bott stellte uns vor. Dass Roth viel gesprochen hätte kann ich mich nicht erinnern. Er schreibt, und das exzellent.
Zu seinen Fachveröffentlichungen gehören Texte zum Rauchen und zum Biertrinken, oft auf der Wahrheit-Seite der taz oder in der Jungen Welt. Skandalös scheisse bezahlt, so viel ist sicher. Spiegel-online zahlt zwar auch viel schlechter als der unnötige Papier-Spiegel. Immerhin haben sie die Sprachkritik Jürgen Roths erspäht und zu sich gelockt. Was er zum EM-TV schreibt stimmt alles.