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1a-Brit-Krimis auf ZDFneo

Von , am Dienstag, 27. Juni 2017

Bastian Pastewka startete bei uebermedien.de – mittlerweile paywalllfrei gestellt – eine kleine Serie „Hat sowieso keiner gesehen ausser ich“ und besprach dazu die britische TV-Krimiserie „Line of Duty„, heute nacht 0.45 h. Und ja, ich gebe ihm in allen Punkten Recht, will nur ergänzen: in deutscher Krimiware sind selten so starke Frauen zu sehen, wie im UK. Das gilt noch mehr für die am kommenden Montag, 23.15 h auf dem gleichen Sender beginnende Wiederholung von „No Offence“ (bisher kein geeigneter Link auf der ZDF-Website).
Mit einer Mediathek-Präsenz dieser Krimifolgen ist nicht zu rechnen. Für das ZDF ist das eingekaufte Lizenzware, und da wird, wie üblich bei unseren öffentlich-rechtlichen Sendern, immer am falschen Ende gespart, an den Senderechten im Internet. Einzige Rettung: Videorecorder vorprogrammieren!

Öffentlich-rechtliches Trash-TV

Von , am Freitag, 17. März 2017

Ende dieses Monats kommt die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2. Die gebührenfreie technische Zusendung von TV-Programmen gilt – nach einer dreimonatigen Karenzzeit – dann nur noch für öffentliche-rechtliche Sender, für die wir bereits unsere monatliche Haushaltsabgabe von gut 17 Euro bezahlen. Ein großer Programmverlust wird das nicht. Um die „2 Broke Girls“ von Pro7 ist es ein bisschen schade, war ’ne schöne Zeit. Vielleicht sehen wir uns online wieder.
Umso empfindlicher reagiere ich, wenn unsere teuer bezahlten ARD und ZDF mit ihren Nebensendern uns als Revanche mit Müll vollsenden.
So fällt aktuell auf, dass die ARD die personalaufwendige 17-Uhr-Tagesschau gerne ausfallen lässt, um uns mit billigem und langatmigen Wintersport zu belästigen.
Und was das ZDF sich mit der „Goldenen Kamera“ geleistet hat, und beide sich mit allen möglichen privaten Preisverleihungen leisten ….. immerhin schämen sie sich so dafür, dass sie alle möglichen Einzelheiten dieser korruptiven Geschäftsbeziehungen vor uns geheim zu halten versuchen. Dank an Boris Rosenkranz und uebermedien.de, die sich für diesen Schrott so viel Recherchearbeit gemacht und seinen Text voll online gestellt haben.
Wenn es irgendwo in diesem Land noch demokratische Mediengesetzgebung geben sollte: hier wäre eine dankbare Aufgabe, mit solcher Verhöhnung der haushaltsabgabezahlenden Öffentlichkeit Schluss zu machen.

Nachtrag: unsere teuren Sender wären ihr Geld wert, wenn ein beeindruckendes Plädoyer gegen (linken) Weltuntergangspessimismus wie hier von Franziska Schutzbach, in Zürich als Rede gehalten und in den Blättern gedruckt, von ihnen in eine essayistische Bild- und Filmsprache übersetzt würde. Solche Fähigkeiten hat es alle beim TV mal gegeben, aber sie lassen sie aussterben.