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Wahlkampf – muss das sein?

Von , am Mittwoch, 23. August 2017

Das fragen sich viele angesichts der grassierenden lähmenden Langeweile. In viereinhalb Wochen wissen wir mehr. Zur Orientierung hier die Umfragewerte der Parteien, und wie sie sich im letzten halben Jahr beim jeweiligen Umfrageinstitut entwickelt haben (alle Angaben entnommen bei wahlrecht.de).

Allensbach/FAZ
CDU/CSU: von 33,5 auf 39,5; SPD: von 30,5 auf 24; Grüne: von 8 auf 7,5; FDP von 7 auf 10; Linke von 8 auf 8; AfD von 8,5 auf 7.

Emnid/Springer-Verlag
CDU/CSU: von 32 auf 39; SPD: von 33 auf 24; Grüne: von 7 auf 8; FDP: von 6 auf 8; Linke: von 8 auf 9; AfD: von 9 auf 7.

Forsa/Gruner & Jahr
CDU/CSU: von 34 auf 38; SPD: von 31 auf 24; Grüne: von 7 auf 7; FDP: von 6 auf 8; Linke: von 8 auf 9; AfD: von 8 auf 9.

Forschungsgruppe Wahlen/ZDF
CDU/CSU: von 34 auf 40; SPD: von 30 auf 24; Grüne: von 9 auf 8; FDP: von 6 auf 8; Linke: von 7 auf 8; AfD: von 9 auf 8.

Infratest-dimap/ARD
CDU/CSU: von 31 auf 39; SPD: von 32 auf 24; Grüne: von 8 auf 8; FDP: von 6 auf 8; Linke: von 7 auf 9; AfD: von 11 auf 8.

Die Ausgangsdaten der SPD vor einem halben Jahr basieren auf dem damaligen „Schulz-Effekt„, der wieder abgeschmolzen ist. Der Abschmelzprozess der AfD hatte schon früher eigesetzt, ihre Höhepunkte lagen zwischen 12,5 (Allensbach) und 16 (Infratest-dimap) vor gut einem Jahr. Der Höhepunkt der Grünen-Werte lag im Frühjahr 2016 bei 14%. Die FDP kommt von einem Tiefpunkt im Frühjahr dieses Jahres, als sie noch bei 5-6% eingeordnet wurde.
Wie seriös die Umfrager*innen arbeiten? Das legen sie nicht wirklich offen. Darum: ohne Gewähr!

Umfragen – Grüner Rekordwert

Von , am Mittwoch, 28. Juni 2017

Fragen Sie mich nicht warum.
Vor dem Verdauen von „Meinungsumfragen“ sollte man folgendes wissen: das Brot-und-Butter-Geschäft von „Meinungsforschungsinstituten“ ist die Marktforschung für Konzerne. Damit verdienen sie ihr Geld. Veröffentlicht werden die Ergebnisse in der Regel nicht, sie sind Geschäftsgeheimnisse der Auftraggeber. Die politische Meinungsforschung, also insbesondere die „Sonntagsfrage“ sind das Marketing dieser Firmen – damit erzielen sie kostenlose Erwähnung und Werbung in den redaktionellen Teilen der Medien.
Ferner hat fast jedes Institut gewachsene diplomatische Beziehungen zu Politik, Parteien und Medien Weiterlesen